Grut
Begriff aus dem Brau-Lexikon der Brauwerkstatt, Kategorie „Geschichte und Bierkultur“.
Erklärung
Kräutermischung, mit der man Bier vor dem Hopfen würzte und haltbarer machte, etwa mit Gagel, Schafgarbe und Porst. Wer die Grut verkaufen oder besteuern durfte, verdiente gut daran – in Brügge zum Beispiel die Herren von Gruuthuse. Ab dem Spätmittelalter verdrängte der Hopfen die Grut. Einige Brauereien brauen heute wieder Grutbiere.
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Was schrieb die Äbtissin Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert über den Hopfen?
- Er ist giftig
- Er macht Bier süss
- Er macht Getränke haltbarer
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Richtig: Er macht Getränke haltbarer. Nach und nach verdrängte der Hopfen die Grut, eine Kräutermischung zum Würzen.
Was verdrängte der Hopfen im Mittelalter nach und nach?
- Das Malz
- Die Grut, eine Kräutermischung
- Die Hefe
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Richtig: Die Grut, eine Kräutermischung. Die Grut war oft ein wertvolles Monopol von Städten und Bischöfen. Gehopftes Bier hielt aber länger.
In welchem Land liegt „Brügge“?
- Belgien
- Grossbritannien
- Österreich
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Richtig: Belgien. Die Herren von Gruuthuse besassen das Recht, die Grut zu besteuern, die Kräutermischung, mit der man Bier vor dem Hopfen würzte. Ihr Palast ist heute ein Museum. Die Brauerei De Halve Maan, seit 1856 im Besitz derselben Familie, pumpt ihr Bier seit 2016 durch eine rund drei Kilometer lange Leitung unter der Altstadt zur Abfüllanlage.
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