Würze
Begriff aus dem Brau-Lexikon der Brauwerkstatt, Kategorie „Brauen und Brautechnik“.
Erklärung
Die zuckerhaltige Flüssigkeit aus dem Maischen und Läutern. Erst wenn die Hefe dazukommt und den Zucker vergärt, wird daraus Bier.
Teste dein Wissen
Wozu wird die Würze gekocht?
- Damit Alkohol entsteht
- Damit die Hefe wachsen kann
- Zum Keimfreimachen, für die Hopfenbittere und um unerwünschte Stoffe auszutreiben
Lösung anzeigen
Richtig: Zum Keimfreimachen, für die Hopfenbittere und um unerwünschte Stoffe auszutreiben. Beim Kochen wird die Würze keimfrei, die Alphasäuren werden zu bitteren Isoalphasäuren und DMS verdampft.
Warum sollte man die Würze nach dem Kochen schnell abkühlen?
- Damit der Hopfen bitterer wird
- Damit mehr Alkohol entsteht
- Weniger Infektionsgefahr und weniger DMS
Lösung anzeigen
Richtig: Weniger Infektionsgefahr und weniger DMS. Warme Würze ist ein idealer Nährboden für Keime, und solange sie heiss ist, bildet sich DMS nach.
Warum belüftet man die abgekühlte Würze vor dem Anstellen?
- Die Hefe braucht am Anfang Sauerstoff, um sich zu vermehren
- Gegen zu viel Schaum
- Um den Alkohol zu entfernen
Lösung anzeigen
Richtig: Die Hefe braucht am Anfang Sauerstoff, um sich zu vermehren. Nur zu Beginn ist Sauerstoff erwünscht. Nach der Gärung schadet er dem Bier und führt zu Kartongeschmack.
Häufige Fragen dazu
Mein Bier ist trüb. Ist das schlimm?
Meist nicht, ein Weizenbier soll sogar trüb sein. Klarer wird es mit Irish Moss beim Kochen, schnellem Abkühlen der Würze und einigen Wochen Kaltlagerung. Wird das Bier nur im Kühlschrank trüb, ist es eine Kältetrübung. Sie ist harmlos.
Typisch in diesen Ländern
Alle Begriffe der Kategorie „Brauen und Brautechnik“ · Brau-Lexikon