Hopfenstopfen
Beim Hopfenstopfen kommt Hopfen ins kalte Bier. Er gibt viel Duft und Aroma, aber kaum Bittere. Typisch ist das für IPA, Pale Ale und Hazy IPA.
Das brauchst du
- Aromahopfen, meist als Pellets
- Optional: desinfizierter Hopfensack oder Hopfenstopfer aus Edelstahl
- Waage
- Desinfektionsmittel
Schritt für Schritt
Schritt 1Menge festlegen
Üblich sind 2 bis 5 g Hopfen pro Liter, für ein kräftiges IPA bis 8 g pro Liter. Für ein Pale Ale reichen oft 3 g pro Liter.
Schritt 2Zeitpunkt wählen
Gib den Hopfen gegen Ende der Hauptgärung oder kurz danach dazu. Die noch aktive Hefe nimmt Sauerstoff auf, der beim Öffnen ins Bier gelangt. Bei Hazy IPA ist auch eine Gabe während der stärksten Gärung üblich.
Schritt 3Hopfen zugeben
Streue die Pellets direkt ins Bier oder fülle sie in einen desinfizierten Hopfensack. Öffne den Gärbehälter dafür nur kurz.
Schritt 4Kontaktzeit einhalten
Lass den Hopfen 3 bis 5 Tage bei 15 bis 20 °C im Bier. Länger bringt kaum mehr Aroma, kann aber grasig schmecken.
Schritt 5Hopfen absetzen lassen
Kühl das Bier ein bis zwei Tage vor dem Abfüllen möglichst kalt, damit der Hopfen zu Boden sinkt. Brauer nennen das Cold Crash.
Schritt 6Sauerstoffarm abfüllen
Fülle vorsichtig ab, ohne den Bodensatz aufzuwirbeln, und lass das Bier nicht spritzen. Hopfenaroma verfliegt schnell, hopfengestopfte Biere trinkt man am besten jung.
Tipps und häufige Fehler
- Sauerstoff ist der grösste Feind des Hopfenaromas: Öffne den Behälter wenig und vermeide Spritzer.
- Bei sehr viel Hopfen lieber zwei kleinere Gaben im Abstand von zwei, drei Tagen geben.
- Hopfen kann eine Nachgärung auslösen, auf Englisch „Hop Creep“ genannt. Fülle deshalb erst ab, wenn der Restextrakt auch nach dem Stopfen gleich bleibt.
Passende Rechner
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